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Studie "Bilanz des Helfens 2018" veröffentlicht - Spendenaufkommen in 2017 unter Vorjahr, Crowdfunding nimmt zu

Die Deutschen haben in 2017 etwa 5,2 Mrd. Euro gespendet – 1,4 Prozent weniger als im Vorjahr. Das ist ein Ergebnis der GfK-Studie "Bilanz des Helfens", die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird.

Nach der Studie haben in 2017 ca. 21 Millionen Menschen Geld an gemeinnützige Organisation oder Kirchen gespendet; das sind etwa 1,1 Mio. Menschen weniger als in 2016. Der durchschnittliche Spendenbetrag blieb, wie auch schon in 2016, bei etwa 35 Euro. Die Bedeutung des Crowdfunding hat zugenommen.

Die Studie "Bilanz des Helfens 2018" können Sie hier herunterladen.

Daniel Hampe, 01.03.2018


Die Pressemitteilung des Deutschen Spendenrats vom 26.02.2018 im Wortlaut:

Weniger Deutsche spendeten in 2017, aber dafür häufiger

Berlin, 26. Februar 2018 – Die Deutschen haben 2017 rund 5,2 Milliarden Euro gespendet. Das ist das drittbeste Ergebnis seit Beginn der Erhebung im Jahr 2005. Im Vergleich zum Vorjahr ist das Spendenniveau stabil geblieben und nur leicht, um 1,4 Prozent, zurückgegangen. Im sonst so spendenstarken Dezember wurde 14 Prozent weniger gespendet als im Vorjahresmonat. Damit macht er dennoch 20 Prozent des gesamten Spendenvolumens 2017 aus. Das sind Ergebnisse der GfK-Studie „Bilanz des Helfens“, die jährlich im Auftrag des Deutschen Spendenrats durchgeführt wird.

Rund 21 Millionen Menschen – das sind knapp 32 Prozent der Deutschen – gaben 2017 Geld an gemeinnützige Organisationen oder Kirchen. Im Vergleich zum Vorjahr waren das etwa 1,1 Millionen Menschen weniger und markiert gleichzeitig den niedrigsten Wert seit Beginn der Erhebung.

Spendenvolumen: Zweiter Rückgang in Folge, trotzdem drittbestes Ergebnis

Der Betrag der durchschnittlichen Spende pro Spendenakt blieb mit 35 Euro konstant. Und trotz Rückgang der Spender hielt sich auch das Volumen dank der gestiegenen Spendenhäufigkeit pro Spender (von 6,7 auf 6,9 Mal pro Jahr) relativ stabil bei rund 5,2 Milliarden Euro.

Deutsche spendeten im Jahr 2017 mehr für Kultur- und Denkmalpflege, Umweltschutz, Not- und Katastrophenhilfe und Hilfe für Kinder, Kranke und Behinderte. So stieg beispielsweise der Anteil, der auf den Bereich Not- und Katastrophenhilfe entfällt, im vergangenen Jahr wieder auf 12,6 Prozent an. Insgesamt wurden 654 Millionen für Not- und Katastrophenhilfe gespendet – das sind 35 Millionen mehr als 2016.

Die GfK-Studie zeigt nicht nur, wieviel gespendet wurde und wofür, sondern auch wie sich das Spenderverhalten der Deutsche in den letzten Jahren verändert hat. So ging beispielsweise das Spendenvolumen in der Gruppe der 30- bis 49-Jährigen insgesamt zurück. Während die 30- bis 39-Jährigen im Jahr 2017 rund elf Prozent weniger als im Jahr 2015 spendeten (ein Rückgang von 413 Millionen auf 368 Millionen Euro), sind es bei den 40- bis 49-Jährigen sogar knapp 30 Prozent (von 1.094 Millionen auf 779 Millionen Euro).

Generation X spendete deutlich weniger im klassischen Bereich – Crowdfunding nimmt zu
Auch neuen Formen des Spendens wie das Crowdfunding machen sich laut einer GfK-Studie vom Januar 2018 bemerkbar. Demzufolge wissen 37 Prozent der Befragten, was mit dem Begriff „Crowdfunding“ gemeint ist. Von diesen haben etwa sechs Prozent in den letzten zwölf Monaten mindestens ein Crowdfunding-Projekt unterstützt. Projekt-bezogenes Crowdfunding ist besonders bei den 30- bis 49-Jährigen sehr beliebt. „Wir beobachten gerade in der Generation X, das sich das Spendenverhalten ändert“, sagt Daniela Geue, Geschäftsführerin des Deutschen Spendenrats. „Zuwächse im klassischen Bereich bleiben aus, dafür wird Crowdfunding wichtiger. Hieraus ergeben sich große Potenziale für Spenden sammelnde gemeinnützige Organisationen, wenn sie die Chancen der Digitalisierung engagiert nutzen.“

Immer weniger Spender gehören einer Konfession an
Die Spenden für nicht-konfessionelle Organisationen nahmen 2017 weiter zu. Parallel zu dieser Entwicklung ging der Anteil der Spenden für katholische Organisationen um zwei Prozentpunkte zurück. Auch der Anteil der Spenden für evangelische Organisationen weist eine leicht negative Tendenz auf. Im Langzeitvergleich zeigt eine Ad-hoc-Befragung von GfK zudem, dass immer weniger Spender einer Konfession angehören. Der Anteil römisch-katholischer Spender sank von 35 Prozent im Jahr 2010 auf 31 Prozent im Jahr 2017. Der Anteil der Spender, die der evangelischen Konfession angehören, fiel im gleichen Zeitraum von 37 auf 35 Prozent.

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